Autobauernhof
Der
Autobauernhof stellt eine Schnittstelle zwischen Autobahn und Kulturlandschaft
her. Trotz der unbegrenzt verfügbaren Fläche wird das gesamte
Raumprogramm in einem einzelnen Gebäude zusammengefasst. So wird
die Kombination der scheinbar gegensätzlichen Funktionen Autobahnraststätte
und Bio-Bauernhof inszeniert und gleichzeitig die Versiegelung von Boden
minimiert. Zwei gegenläufig aufsteigende Rampen aus Gras und Asphalt
bestimmen die Grundform des Gebäudes. Unter ihnen befinden sich
alle Funktionen der Raststätte und des Bauernhofes. So entsteht
eine Vielzahl von räumlichen Situationen, die die Verwebung der
Funktionen verdeutlichen: Man parkt auf dem Dach der Scheune, geht zu
seinem Motel-Zimmer mit Ausblick über die Felder, darunter befindet
sich der Schweinestall. Man rastet auf der Wiese neben dem geparkten
Auto auf dem Dach des Bio-Supermarktes, neben dem die Kühe grasen.
Man kauft die Milch im Bio-Supermarkt, die Kuh, von der sie stammt,
schaut einem durchs Fenster dabei zu, während unter ihr Menschen
ihre Autos volltanken. Man isst sein Schnitzel mit Blick auf den Schweinestall,
auf dessen Dach man sein Auto geparkt hat. |